Diese Ausgabe des Neuwerk Magazins für Designwissenschaften erkundet die
gestalterische Intervention
als
vielschichtige Praxis: Design, zugespitzt mit der Vorstellung der Intervention, oszilliert zwischen
den
Polen der emanzipatorischen Weltverbesserung und notwendiger Selbstkritik. In vier Dimensionen –
Aktionen und Allianzen, Spuren und Schichten, Risse und Resonanzen sowie Artikulationen und Anmutung
–
zeigen die Beiträge, wie gestalterische Eingriffe Machtverhältnisse sichtbar machen können,
Beziehungen
verändern und neue Formen des Wissens hervorbringen. Bei mangelnder Selbstreflexion genauso aber
extraktivistisch und klassistisch sein können. Die Intervention wird also nicht mehr (nur) als
heroischen Eingriff verstanden, sondern als relationalen, politisch sensiblen Prozess, der Systeme
befragen und alternative Handlungsmöglichkeiten öffnen kann.