Weil wir jung sind –
Was von der Zukunft bleibt

Ein Ausstellungsprojekt des Kurator*innenkollektivs:
Simon Baumgart, Christina Brinkmann, Etienne Dietzel, Paula Schneider und Malte Wandel.
11.02.2021 – 25.04.2021
BLECH. Raum für Kunst Halle e.V., Am Steintor 19, 06112 Halle (Saale)

Anthologie schreibender Arbeiter, Foto:

»Weil wir jung sind – Was von der Zukunft bleibt«

Kapitel 1: »Die Bewegung Schreibender Arbeiter«

11.02.2021 bis 19.03.2021

 

Kapitel 2: »Einheit, Arbeit, Wachsamkeit«

19.03.2021 bis 25.04.2021

 

Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Projektsemesters des Masters Kunstwissenschaften.

 

Das zweiteilige Recherche- und Ausstellungsprojekt »Weil wir jung sind – Was von der Zukunft bleibt« setzt sich mit der Geschichte der Zirkel Schreibender Arbeiter und der Geschichte mosambikanischer Vertragsarbeiter*innen in der DDR auseinander und sucht nach heute noch vorhandenen Überresten einer vergangenen Ideologie der Arbeit. Deren Ambition und Widersprüchlichkeit streifen beide Themenbereiche.

Neben Recherchen in Archiven, Gesprächen mit Zeitzeug*innen und unter Rückgriff auf historische Forschungen sind vor allem die Erkundungen des Terrains rund um den ehemaligen volkseigenen Betrieb Waggonbau Ammendorf Ausgangspunkte für die Konzeption einer Ausstellung, die in mehrteiligen Präsentationen Spuren dokumentiert und neu zusammenfügt.

Die Ausstellung wird auf dem Platz Am Steintor und in dem zu einem Schaukasten umfunktionierten BLECH. Raum für Kunst Halle e.V. gezeigt. Der Titel »Weil wir jung sind« entstammt der gleichnamigen Erzählung des Ammendorfer Waggonbauers Günter Engelhardt aus dem Jahr 1966.

 

Freitag, 19. Februar ab 13 Uhr

Mittagsmagazin live aus der Ausstellung »Weil wir jung sind« im BLECH Raum für Kunst Halle, Am Steintor 12

Aktuell steht im BLECH Kunstraum am Steintor ein hölzernes Waggonskelett, das an die Arbeit im VEB Waggonbau Ammendorf erinnern soll, einst einer der größten Betriebe der Stadt. Der Waggon wird zum Radiostudio: Die tagesaktuelle Redaktion widmet sich der Industriegeschichte der Stadt Halle, Betriebsstrukturen in der DDR und deren Transformation mit dem Ende des Staates. Ein Schwerpunkt liegt auf betrieblicher Kulturarbeit und der damit verbundenen Frage: Wie stellen wir die Arbeit dar?

 

Freitag, 19. März ab 13 Uhr

Mittagsmagazin live aus der Ausstellung »Weil wir jung sind« im BLECH Raum für Kunst Halle, Am Steintor 12

Die tagesaktuelle Redaktion widmet sich in einer Sondersendung der Geschichte der Vertragsarbeiter*innen in der DDR, die in Halle unter anderem im Waggonbau tätig waren. Die Migrationsgeschichten der DDR werfen Fragen auf nach dem ideellen Rahmen und den Realitäten migrantischen Lebens in der DDR und Kontinuitäten des Rassismus.

 

gefördert von:

Kunststiftung Sachsen-Anhalt,

Stiftung der Saalesparkasse,

Hallcube GmbH

 

in Kooperation mit:

Radio Corax

Tonstudio Kunsthochschule

Burg Giebichenstein

Stadt Halle (Saale)

 

Quellen:

Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Merseburg,

Privatarchiv Sven Frotscher,

SchreibART e.V. - Archiv Schreibende Arbeiter*innen,

Stadtarchiv Halle,

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek, Dresden

 

Kontakt:

weilwirjungsind(at)gmx.net

 

Besuch:

BLECH. Raum für Kunst Halle e.V.

Am Steintor 19

06112 Halle (Saale)

 

Postanschrift:

Raum für Kunst Halle e.V.

c/o Franz Rentsch

Lessingstraße 23

06114 Halle