twittering machine. Positionen junger Bildhauer*innen aus Deutschland

Die Ausstellung in der Burg Galerie im Volkspark zeigt vom 14. Oktober – 8. November 2020 Positionen junger Künstler*innen aus ganz Deutschland, die das Medium Bildhauerei befragen und erweitern.

Flyergestaltung: Miriam Humm und Marcus Wachter

Ausstellungsdauer twittering machine. Positionen junger Bildhauer*innen aus Deutschland14. Oktober – 8. November 2020

Künstler*innen: Kristina Berning (Berlin), Sarel Debrand-Passard (Münster), Laura Franzmann (Hamburg), Leo Heinik (München), Lukas Hoffffmann und Emanuel Guarascio (München), Lisa Kottkamp (Leipzig), Jana Mertens (Halle), Paul Schuseil (Mainz), Laura Sigrüner (Hamburg), Johannes Hugo Stoll (Stuttgart), Joshua James Zielinski (Berlin), Claudia Piepenbrock (Bremen), René Weisbrich (Halle)

Kurator*innenteam: Dr. Jule Reuter in Zusammenarbeit mit Gala Goebel, Susanne Henny Kolp, Stefan Hurtig, Susanne Weiß und Rolf Wicker

Die Bildhauerei hat in früheren Zeiten höchsten körperlichen Einsatz erfordert. Behauen, Wegnehmen,
Formen und Gießen – das alles sind Prozesse, die eng in Verbindung mit Körper und Material stehen. Wie haben sich diese grundlegenden Parameter für junge Bildhauer*innen geändert? Was bedeutet es heute, dreidimensional zu arbeiten und zu denken? Welche neuen Verfahren und Materialien sind in der zeitgenössischen bildhauerischen Praxis hinzugekommen, welche wurden abgelöst oder aktualisiert?

Die Hochschulgalerie der BURG zeigt mit der Ausstellung twittering machine bildhauerische Arbeiten von 14 jungen Künstler*innen, die durch ihre besondere Qualität und ihren ungewöhnlichen Umgang mit Form, Material und Raum überzeugen und die dazu anregen, die Bildhauerei als Medium in der Gegenwartskunst zu befragen. Die Ausstellung behandelt den künstlerischen Prozess und gesellschaftliche Fragestellungen gleichermaßen.

Mit dem Titel twittering machine wird in Anlehnung an Paul Klees Aquarell Zwitschermaschine (1922) auf das Verhältnis von Mensch und Maschine, von Realem und Imaginärem und auf die Rolle von Erfindungen angespielt. Die Übersetzung des Titels ins Englische erlaubt eine weitere Assoziation: Rund 100 Jahre später hat ein Gerät, mit dem man nicht nur twittern kann, unser Verhältnis von Raum und Zeit auf den Kopf gestellt.

In einer solchen Welt suchen Bildhauer*innen – so sehen wir in der Ausstellung – neue Formen und stellen zugleich vieles auf den Prüfstand: Stützsysteme Apparaturen mit Steuerung, Messtechniken, Schnittmuster, aber auch architektonische Einbauten oder ikonische Vorbilder. Es entstehen Objekte zwischen Wesen und Gerät, zwischen Dauer und Flüchtigkeit, mit Referenzen zu unserem Alltag und zu unserer Hybris.

Die Ausstellung twittering machine sollte zeitgleich zur Ausstellung Hannah Schneider – Dancing in a Curtain. Präsentation des Gustav-Weidanz-Preises für Plastik 2019 im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zu sehen sein. Das war Corona-bedingt leider nicht möglich. Wir möchten hier auf den neu erschienenen Katalog zu Hannah Schneiders Ausstellung verweisen, herausgegeben von der Gustav Weidanz-Stiftung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. http://bit.ly/BurgHannahSchneider

 

Begleitprogramm: Die Teilnahme ist jeweils kostenfrei, bei den Führungen ist eine Anmeldung nicht erforderlich.

Dinge von Gewicht, Mittwoch, den 21. Oktober 2020, von 10:00–16:00 Uhr, Workshop mit Lisa Kottkamp (Leipzig) und Joshua James Zielinski (Berlin)
Welche Schritte bin ich als Künstler*in gegangen, um zum jetzigen Stand meiner bildhauerischen Praxis zu gelangen? Wie verhält sich mein Werk in der Trias von Material, Körper und Raum – und welche Rolle spielen dabei der virtuelle Raum, das Experiment und der Prozess für meine Arbeit? Wo liegt der Ursprung für Idee und Material? Wo verorte ich mich? Und was bedeuten diese Begriffffe überhaupt für jede*n einzelne*n?
Fragen wie diese greifen die Künstlerin Lisa Kottkamp und der Künstler Joshua James Zielinski für ihren jeweiligen Workshop auf, sie werden mit den Teilnehmer*innen Wege und Techniken teilen und erproben.
Max. 8 Teilnehmer*innen pro Workshop
Anmeldung bis zum 14. 10. 2020 unter Angabe der/des Workshopleiter*in über burggalerie@burg-halle.de.

Kuratorinnenführung: Mittwoch, 28. Oktober, 18 Uhr
Die Kuratorinnen Gala Goebel und Dr. Jule Reuter führen durch die Ausstellung.

Kuratorinnenführung: Mittwoch, 4. November, 18 Uhr
Die Kuratorin Susanne Weiß führt durch die Ausstellung.

Führungen durch die Ausstellung: Jeweils sonntags um 15 Uhr führen Studierende der kunstpädagogischen Studiengänge durch die Ausstellung.

Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)

Öffnungszeiten: täglich, 14 bis 19 Uhr, am 6.11.20 bleibt die Galerie aufgrund einer internen Veranstaltung geschlossen.

Eintritt: Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung vorab ist nicht notwendig. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist für die Gäste jedoch verpflichtend.