Faltplakat mit historischem Abriss und multiperpektivischem Interview.
Abb.1

Faltplakat mit historischem Abriss und multiperpektivischem Interview.

Beispielhafter Aufbau des Lernorts © Sven Bergelt.
Abb.2

Beispielhafter Aufbau des Lernorts © Sven Bergelt.

Schematische Annäherung an Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.
Abb.3

Schematische Annäherung an Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.

Schematische Annäherung an Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.
Abb.4

Schematische Annäherung an Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.

Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.
Abb.5

Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.

Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.
Abb.6

Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.

Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.
Abb.7

Verhüllungs-, Enthüllungs- und Markierungsexperimente.

Schandmal/​Mahnmal

Visuelle Intervention als Umgangsform mit dissonanten Objekten kann die Sichtbarmachung politischer Missstände, das Öffnen von Diskussionsräumen und die Neuverhandlung gesellschaftlicher Werte erwirken/ neu verhandeln.

Hier setzt das Projekt Schandmal/Mahnmal an: An über 30 Kirchenfassaden in Deutschland befinden sich seit dem 13. Jahrhundert antisemitische Schmähplastiken der sogenannten Judensau. Was ist ein sensibler und zeitgemäßer Umgang mit solchen Bildprogrammen?

In zwei Publikationen nähern wir uns der Thematik an: Das Faltplakat enthält Hintergrundinformationen und eine multiperspektivische, fiktiv collagierte Diskussion zwischen 15 Akteur*innen aus Kirche, Architekturgeschichte, Politik und Gesellschaft basierend auf im Vorfeld geführten Einzelinterviews. Das Begleitheft thematisiert künstlerische Interventionen und Verhüllungsmethoden am Beispiel der Schmähplastik in Wittenberg. Beide Publikationen bilden das Fundament für den konkreten Interventionsvorschlag (Maßstab 1:2).

Die Verbindung dieser Komponenten bildet einen Möglichkeitsraum für Reflexion und Diskussion, den Umgang mit dissonantem Erbe gestalterisch neu zu denken.

Kurzvita

About Studio LUNDD (she/her)

Josephine Dishoni und Constanze Lorenz lernten sich im Oktober 2021 zu Beginn ihres Kommunikationsdesign-Studiums an der Burg Giebichenstein in Halle kennen. Während Josephine zuvor Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin studierte, bringt Constanze Erfahrungen aus ihrem Studium und der Selbständigkeit als Landschaftsarchitektin ein. Das 2023 im Schwerpunkt Informationsdesign (SI) entstandene Projekt Schandmal/Mahnmal wurde im Juli 2024 für den Giebichenstein Designpreis nominiert und im Dezember in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ausgestellt. Neben Workshops und Vorträgen entwickelt sich das Projekt weiter und findet nun in der entstehenden Selbstständigkeit als Studio LUNDD einen offiziellen Rahmen. Studio LUNDD fokussiert sich neben der Entwicklung von visuellen Identitäten vor allem auf konzeptionell starke Gestaltung, die politisch, interdisziplinär und kollaborativ agiert.