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Sommersemester 2021 • Semesterprojekt • ab 3. Studienjahr und MA Textildesign
Betreuung: Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Anna Gronemeyer geb. Schröder (künstlerische Mitarbeiterin), Lina Lahiri (Sauerbruch Hutton Architects), Stephan Schmidt (Werkstattleitung Weberei)

photo credit: Jan Bitter

Die Fassade eines Gebäudes dient als äußere Hülle. Zum Einen schützt sie das sensible Innere und gleichzeitig gibt sie ein kulturelles Statement im Stadtgefüge ab - ähnlich der Kleidung als Hülle des menschlichen Körpers, um ihnzu schützen, und der Mode als Statement im gesellschaftlichen Kontext.So funktioniert die Fassade ganz ähnlich wie die Kleidung als zweite Haut. Ein Unterschied zwischen der Kleidung und der Hausfassade ist allerdings die Halbwertszeit, denn anders als einen Mantel kann man sie nicht einfach auswechseln. So gilt hier wie letztlich auch in der Mode das Prinzip der Nachhaltigkeit und eine große Verantwortung für eine langlebige Ästhetik.

Erweitert man die Betrachtungen der Fassade so, dass man sie sinnbildlichals Stoff versteht, entstehen neue Potenziale für die Gestaltung: DasGewebe dient als Modell für die Gebäudehülle. Die Struktur des Gewebes steht für die Struktur der Fassade, d.h. die Aufgaben der einzelnen Fäden imGewebe bekommen Analogien in einzelnen Funktionen wie Wetterschutz, Versorgungsleitungen von Klimasystemen, Schallschutz oder Innenverkleidungen. Ein wichtiges Element bei der Transformation des textilen Gebildes auf die Architektur ist die notwendige Transparenz. Fensteröffnungen müssen in derKonstruktion mitbedacht werden. Die Dreidimensionalität der textilen Konstruktion steht im Mittelpunkt, vergleichbar mit dem Gewebe an sich, das immereine eigene Räumlichkeit bildet durch Fäden, die selbst Volumen haben und die eine Verkreuzung miteinander bilden, die Zwischenräume erzeugt. Ein weiterer Aspekt ist die Wirkung der Fassade auf die Passantin, die sich im Stadtraum bewegt. Wie sich die Wirkung eines jeden Stoffes durch die Bewegungverändert, kann auch eine Fassade aus verschiedenen Blickwinkeln kinetisch sehr unterschiedlich wirken. Erreicht wird das vor allem durch den gezieltenEinsatz von Farbe und Dreidimensionalität. Ziel ist es, ein textiles Modell für eine Fassadengestaltung zu entwerfen, dass die Hülle oder Fassade einesfiktiven oder realen Gebäudes darstellt. Das Projekt wird begleitet von Matthias Sauerbruch und Lina Lahiri vom Architekturbüro Sauerbruch-Hutton.

Teilnehmer*innen:Amelie von Hausen, Paula Holzhauser, Sae Kaneko, Juyeon Kim, Hannah Koechy,Sophie Reißenweber, Kristina Sandu

Die Fassade eines Gebäudes dient als äußere Hülle. Zum Einen schützt sie das sensible Innere und gleichzeitig gibt sie ein kulturelles Statement im Stadtgefüge ab - ähnlich der Kleidung als Hülle des menschlichen Körpers, um ihnzu schützen, und der Mode als Statement im gesellschaftlichen Kontext.So funktioniert die Fassade ganz ähnlich wie die Kleidung als zweite Haut. Ein Unterschied zwischen der Kleidung und der Hausfassade ist allerdings die Halbwertszeit, denn anders als einen Mantel kann man sie nicht einfach auswechseln. So gilt hier wie letztlich auch in der Mode das Prinzip der Nachhaltigkeit und eine große Verantwortung für eine langlebige Ästhetik.

Erweitert man die Betrachtungen der Fassade so, dass man sie sinnbildlichals Stoff versteht, entstehen neue Potenziale für die Gestaltung: DasGewebe dient als Modell für die Gebäudehülle. Die Struktur des Gewebes steht für die Struktur der Fassade, d.h. die Aufgaben der einzelnen Fäden imGewebe bekommen Analogien in einzelnen Funktionen wie Wetterschutz, Versorgungsleitungen von Klimasystemen, Schallschutz oder Innenverkleidungen. Ein wichtiges Element bei der Transformation des textilen Gebildes auf die Architektur ist die notwendige Transparenz. Fensteröffnungen müssen in derKonstruktion mitbedacht werden. Die Dreidimensionalität der textilen Konstruktion steht im Mittelpunkt, vergleichbar mit dem Gewebe an sich, das immereine eigene Räumlichkeit bildet durch Fäden, die selbst Volumen haben und die eine Verkreuzung miteinander bilden, die Zwischenräume erzeugt. Ein weiterer Aspekt ist die Wirkung der Fassade auf die Passantin, die sich im Stadtraum bewegt. Wie sich die Wirkung eines jeden Stoffes durch die Bewegungverändert, kann auch eine Fassade aus verschiedenen Blickwinkeln kinetisch sehr unterschiedlich wirken. Erreicht wird das vor allem durch den gezieltenEinsatz von Farbe und Dreidimensionalität. Ziel ist es, ein textiles Modell für eine Fassadengestaltung zu entwerfen, dass die Hülle oder Fassade einesfiktiven oder realen Gebäudes darstellt. Das Projekt wird begleitet von Matthias Sauerbruch und Lina Lahiri vom Architekturbüro Sauerbruch-Hutton.

Teilnehmer*innen:Amelie von Hausen, Paula Holzhauser, Sae Kaneko, Juyeon Kim, Hannah Koechy,Sophie Reißenweber, Kristina Sandu