Infrastruktur BioLab

Das BioLab bietet alle Voraussetzungen, um einen niedrigschwelligen Zugang zu biowissenschaftlichen Arbeitsweisen an der BURG zu gewährleisten. Dazu gehören eine adäquate Ausstattung und die professionelle Anleitung. Zum einen verfügt das Labor über biotechnologische Geräte auf dem neuesten Stand der Technik. Zum anderen hält es alle notwendigen Organismen und chemischen Substanzen bereit für die Anwendung in den gängigen biowissenschaftlichen Methoden.

Studierende können mit Mikroorganismen experimentieren wie Pilzen, Bakterien, Algen sowie mit deren Produkten, zum Beispiel Fasern, Bioplastik, Cellulose, Farbstoffen usw., oder deren Fähigkeiten wie Biolumineszenz. Wir haben außerdem die Möglichkeit, eine Vielzahl von Chemikalien einzusetzen, um biologische Materialien aufzubrechen und Substanzen zu extrahieren. Zukünftig stellen wir außerdem das Equipment zur Verfügung, um DNA und entsprechende Proteine zu isolieren.

Geräte & Verbrauchsmaterialien

  • Stereomikroskop
  • Universalzentrifuge
  • Inkubationsschüttler
  • Sterilwerkbank
  • Laborabzug
  • Autoklav
  • Schnellkochtopf
  • Standinkubator
  • 3D-Drucker
  • Electrospinning
  • Feinwaagen
  • Rührer
  • Pipetten
  • Laborkühl- und -gefrierschrank bis -20 °C
  • Gefahrstoffschrank für Säuren, Laugen und organische Lösemittel
  • Laborglaswaren (Erlenmeyerkolben, Reagenzgläser, Bechergläser, Schott-Flaschen, Messzylinder etc.)
  • sterile Einmalartikel (Spritzen, Sterilfilter, Pipettenspitzen, Skalpell, Zentrifugenröhrchen etc.)

Organismen

  • Aliivibrio fischeri (Bakterium) – biolumineszentes Bakterium
  • Chlorella vulgaris (Grünalge) – sehr gut kultivierbare Mikroalge, wissenschaftlicher Modellorganismus, betreibt Photosynthese, hoher Proteingehalt
  • Cupriavidus necator (Bakterium) – synthetisiert PHB – Polyhydroxybutyrat (ein Polyhydroxyalkanoat (PHA))
  • Gluconacetobacter xylinus (Bakterium) – produziert Cellulose und sezerniert sie ins Kulturmedium
  • Laetiporus sulphureus DH158 (Baumpilz) – schwefelgelbe bis orangefarbene Pigmente, Holzzersetzer, Chicken of the woods
  • Laetiporus cincinnatus DH165 (Baumpilz) – wie Laetiporus sulphureus, bevorzugt Eichen
  • Lyngbya sp. (filamentöses Cyanobakterium) – „Blaualge“, photosynthetisierendes Bakterium, wichtiger Bestandteil der marinen Nahrungskette, synthetisiert Scytonemin (UV-absorbierendes Pigment)
  • Nostoc commune (Cyanobakterium) – weitere „Blaualge“, betreibt Photosynthese und kann Stickstoff fixieren, trockenresistent
  • Nostoc sp. PCC 7120 (filamentöses Cyanobakterium) – wie Nostoc commune
  • Pseudoalteromonas luteoviolacea (Bakterium) – violettes Pigment (Violacein)
  • Pseudoalteromonas rubra (Bakterium) – rotes Pigment (Prodigiosin)

Medien

  • Nährmedien für Bakterien, Pilze, Algen (Kartoffel-Dextrose-Agar (PDA), lysogeny broth (LB), Malzextrakt-Agar etc.)
  • ausgewählte Puffer und übliche Reagenzien zur Anzucht
  • nutzbare Chemikalien sind in der Datenbank des BioLab verzeichnet und werden stetig erweitert