26.03.2025, Berlin
Am dritten Tag unserer Exkursion starteten wir im Exzellenzcluster „Matters of Activity“. Dieses interdisziplinäre Forschungsprogramm der Humboldt-Universität zu Berlin hat sich das Ziel gesetzt, im digitalen Zeitalter das Analoge in Bildern, Räumen und Materialien neu zu denken. In über 40 Disziplinen wird an der Schnittstelle von Biologie, Technik, Natur und Kultur gearbeitet.
Empfangen wurden wir von der italienischen Designerin Emma Sicher. In einem Vortrag gab sie uns einen genaueren Überblick über das Thema der bakteriellen Zellulose und ging anschließend auf einige ihrer wichtigsten Arbeiten ein, darunter das Projekt „From Peel to Peel“, in dem sie an biologisch abbaubaren Einwegverpackungen aus Lebensmittelabfällen, Bakterien und Hefen forschte. Ebenfalls ging sie auf den „InnoCell Bioreaktor“ ein, ein Open-Source-Apparat zur optimierten Herstellung von Scobymasse. Dieser wird größtenteils mit digitalen Fertigungsverfahren wie 3D-Druck und Laserschneiden hergestellt und wurde von ihr im Design Friction Lab in der Universität Bozen entwickelt. Außerdem berichtete sie von ihrer Feldarbeit in Thailand, bei der sie sich mit lokalen Fermentationstechniken beschäftigte.
Sicher gab uns mit auf den Weg, immer den Stand der Forschung zu recherchieren, bevor wir ein Projekt starten und falls dieses bereits existiert, es lokal zu planen und auf regenerative Praktiken zurückzugreifen.
In einer anschließenden Führung durch das Archiv konnten wir eine Reihe von Materialproben und Projekten begutachten und endeten im Ausstellungsraum von „Matters of Activity“. Hier waren die Exponate noch einmal detailliert erklärt und haptisch erfahrbar.















































