Gruppenarbeit

PROZESS: Symposium Collaborative Crossroads

02.06.2025, Halle (Saale)

Im Anschluss an die zweite Zwischenpräsentation findet das Symposium mit dem Titel „Collaborative Crossroads“ statt. Es thematisiert die Verbindung von Design und Biotechnologie, insbesondere im Hinblick auf neue Möglichkeiten der Materialproduktion. Im Fokus steht die Frage, welche Rolle Designer\*innen bei der Weiterentwicklung biotechnologischer Verfahren und deren Überführung in alltagstaugliche, gesellschaftlich akzeptierte Anwendungen spielen können. Dabei werden industrielle Maschinen, Mikroorganismen und gestalterische Prozesse als potenziell verknüpfbare Elemente untersucht. Als Gäste sind der Biochemiker und Materialwissenschaftler Filipe Natalio, der Designforscher Emile de Visscher (ENS Paris-Saclay) sowie Sebastian Berns von der Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND eingeladen. Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung kann Filipe Natalio nicht teilnehmen. Emile de Visscher hebt in seinem Beitrag hervor, welche Kompetenzen für Studierende im Bereich des interdisziplinären Designs besonders relevant sind. Neben gestalterischer Kreativität seien analytisches Denken sowie Offenheit gegenüber anderen Fachdisziplinen essenziell. Forschung sei für ihn ein integraler Bestandteil des Designprozesses. Entscheidend sei das ausgewogene Zusammenspiel von wissenschaftlicher Methodik und gestalterischem Denken – ohne dabei eines dem anderen unterzuordnen. Sebastian Berns erläutert die Arbeitsweise von SPRIND. Die Agentur schafft gezielt Strukturen für interdisziplinäre Zusammenarbeit, etwa zwischen Design und Wissenschaft. Unterstützt werden vor allem Projekte mit hohem Innovationspotenzial, die aufgrund ihres frühen Entwicklungsstands als zu risikoreich für klassische Förderinstrumente gelten. Die Auswahl erfolgt durch aktives Scouting, starke Netzwerke und eine Offenheit für unkonventionelle Ideen. Das Symposium verdeutlicht, dass die Zukunft technologischer Entwicklungen nicht allein in neuen Verfahren liegt, sondern auch in der Art und Weise, wie diese gestaltet, vermittelt und in gesellschaftliche Kontexte eingebettet werden.