25.03.2025, Berlin
Die Ausstellung „Microverse“ ist das Ergebnis einer interdisziplinären Zusammenarbeit, die im Exzellenzcluster „Matters of Activity“ an der Humboldt-Universität zu Berlin ihren Ursprung hat. Die Künstlerin Kathrin Linkersdorff arbeitete eng mit der Mikrobiologin Prof. Dr. Regine Hengge zusammen, um zu erforschen, wie organischer Zerfall und bakterielle Prozesse in visuelle Erzählungen von erstaunlicher Komplexität und Schönheit verwandelt werden können. Ihre Experimente begannen mit abgestorbenen Pflanzenstoffen, insbesondere zellulosereichen Materialien, die in Petrischalen mit Bakterien gegeben wurden, die während der Zersetzung natürliche Farbpigmente produzieren können. Die Interaktion zwischen Pflanzengewebe und Bakterienkolonien löste die Entstehung komplexer, pigmenthaltiger Wachstumsstrukturen aus – und enthüllte verborgene Ökosysteme, die von Zyklen der Transformation, Auflösung und Erneuerung zeugen. Linkersdorff dokumentierte diese Prozesse akribisch mit Hilfe von ultrahochauflösender Fotografie. Ihre Bilder fangen die vergängliche Schönheit des mikrobiellen Lebens ein, lösen die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst auf und lenken die Aufmerksamkeit auf die subtile Choreografie der Zersetzung im mikroskopischen Maßstab. Jede Komposition ist nicht nur ein wissenschaftliches Artefakt, sondern auch eine poetische Meditation über Fragilität, Vergänglichkeit und die verborgene Intelligenz der Natur. Microverse wird im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography – präsentiert und lädt die Öffentlichkeit ein, das unsichtbare ästhetische Potenzial lebender Systeme zu erleben. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei und bis zum 8. Juni 2025 möglich.














































