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Denkmal zu verschenken Reaktivierung der alten Komturei in Buro Coswig | Sachsen-Anhalt
Hintergrund Wir beschäftigen uns mit einem über 700 Jahre alten Bauwerk, welches trotz seiner kulturell überragenden Bedeutung in den letzten Jahrzehnten nicht genutzt wurde. Erst vor wenigen Jahren ist der Bestand soweit gesichert worden, dass der schleichende Verfall gestoppt werden konnte. Herausforderung Da eine vollumfängliche und denkmalgerechte Sanierung unrealistisch ist, machen wir uns auf die Suche nach einem alternativen Umgang mit dem Bestand: Durch temporäre Nutzung und schrittweise Instandsetzung soll das Gebäude erhalten, aktiviert und behutsam in die Gegenwart überführt werden. Prozess Nach einer intensiven Analyse des Bestands wurden Strategien zur Re-Aktivierung des Hauses entwickelt. Ziel war es, Sanierungs- und Nutzungsszenarien zu entwerfen und damit ökonomische, soziale und kulturelle Impulse zu setzen. Die Herausforderung ist, die Qualitäten des historischen Bestands erfahrbar zu machen und darin einer zeitgenössischen Position zur Wirkung zu verhelfen.
Spiele und Brot - Reanimierung der "Bluebox" auf dem Schützenplatz in Zeitz
Hintergrund Ich soll zurückgebaut werden, stehe aber noch auf versiegelter Fläche zwischen den Quartieren auf der Achse zum Markt bis zur Moritzburg. Um mich herum ist gestaltete Leere. Vor mir war hier die imposante Fabrik Piano-Union mit Wohnungen und Geschäften drumherum. Es roch nach Arbeit und Brot. Das Fabrikgebäude und ein ganzer Straßenzug musste für ein neues Einkaufszentrum weichen, das nie gebaut wurde. Vor wenigen Jahren wurde ich als Infrastrukturbauwerk mit schönen Bänken und Blumeninseln errichtet. Die Stadt nennt das nun „Platz“. Die wenigen Nutzer der schönen Leere sind meist junge Menschen, viele mit Migrationshintergrund. Sie lachen, rauchen, spielen Ball, streiten manchmal und haben mich schon mit leeren Flaschen beworfen. Ich nehme es Ihnen nicht übel - Sie sind wenigstens da. Wer öffnet endlich meine Tore für Sie? Dann kommen Sie näher und Andere nach. Dann weht vielleicht wieder der Geruch von Brot und Spielen über den Platz. Aufgabe Die Bluebox in Zeitz soll mit wenigen Mitteln und unter Verwendung von Vorhandenem so gestaltet werden, das diverse ortsansässige Akteur*innen ihn als multiplen Raum für Kokreatives Arbeiten in Beschlag nehmen können. Dieses konzeptionelle Format ist interdisziplinär mit Studierenden der Kulturwissenschaften der Uni Leipzig und partizipativ mit Akteur*innen vor Ort zu entwickeln. Dafür sind Strategien der Kommunikation zu proben und die Fläche um den Baukörper (Platz), die Glasfassade (Laterne), die Treppe und die Einbaumöbel zu bearbeiten. Als fiktiver Nachbar eröffnet die Brotklappe Weimar einen Satelliten vis á vis auf dem Platz. Diese beiden Pioniere sollen den zu belebenden Platzraum definieren. In Zweiergruppen wird das Gesamtensemble entwickelt und in Einzelbearbeitungen der ZWürfel und die Brotklappe gestaltet. In der finalen Intensivwoche werden letztendlich temporär nutzbare Tisch-, Stau- oder Platzmöbel baulich umgesetzt.