RUTSIS – Reviving Uzbekistan and Tajikistan‘s sustainable IKAT and Silk

In Vorbereitung ist der Start des Forschungsprojektes zur nachhaltigen IKAT-Produktion in Zentralasien.

Ikatproduktion auf Industrie-Webstüh-len in der Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan

Ikatproduktion auf Industrie-Webstüh-len in der Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Nadja Zdravkova

RUTSIS ist ein Projekt, das durch die Europäische Union für die Entwicklungszusammenarbeit mit Kooperationspart-nern in Usbekistan, Tadschikistan und Deutschland gefördert wird. Ziel des Projektes ist die Wiederbelebung von Wert-schöpfungsketten der Seiden- und Ikatproduktion in Zentralasien. Mit dem Fokus auf Qualität, soziale und ökologische Nachhaltigkeit, soll die lokale Seidenproduktion gefördert, nachhaltige Richtlinien für die Herstellung von Ikat-Textilien entwickelt und Ergebnisse in Form von Lehrmaterialien in die Aus- und Weiterbildung von Produzierenden integriert werden.

Der Begriff „Ikat“ bezeichnet Textilien, die vor dem Weben durch Abbinden und Färben des Garns ihre charakteristi-sche Musterung erhalten. Diese Stoffe sind ein prägender Bestandteil der textilen Kultur Zentralasiens und wurden in der Vergangenheit entlang der „Großen Seidenstraße“ gehandelt. In den Jahren nach der Auflösung der Sowjetunion, bestimmten langanhaltende regionale Konflikte zwischen Tadschikistan und Usbekistan die Beziehung der Nachbar-staaten. Die kritische Lage erschwerte den Handel von Rohstoffen, wie beispielsweise der Seide, und schränkte die Textilproduktion ein. Die zeitweilige Schließung gemeinsamer Grenzen und der mehrere Jahre anhaltende tadschikische Bürgerkrieg, sind mitunter Gründe für ein fast vollständiges Verschwinden der Seidenproduktion in Tadschikistan und die geringe überregionalen Bekanntheit der ikonischen Textilmuster.

Das RUTSIS-Projekt verfolgt das Ziel, in den kommenden Jahren den Austausch von textilen Waren und kulturellem Wissen in der Region zu fördern, der durch ein zunehmend entspanntes politisches Verhältnis der beiden Länder wieder möglich ist. Zudem sollen gezielt Mittel-, Klein- und Kleinstunternehmen in der Weiterentwicklung ihrer Pro-dukte in Aspekten wie Färbung, Ressourcenschonung und Qualitätskontrolle unterstützt werden. Ergebnisse des 2019 abgeschlossenen BURG Forschungsprojektes „Organic Prints“ fließen in die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ein, in der Leitfäden für die umweltschonende Färbung mit Naturfarbstoffen und den nachhaltigen Umgang und regionalen Bezug von Produk-tionsmitteln erarbeitet werden. Zugeschnitten auf die Ikat-Produktion forschen BURG Mitarbeiterinnen des Textilde-signs zu regionalen Färberezepturen, verfassen Lehrmaterialien und erarbeiten Vermittlungskonzepte.

Über den Schutz der regionalen Textilproduktion hinaus soll das textile Erbe mit Hilfe von Design, in einen zeitge-nössischen Kontext gebracht und zugänglich gemacht werden. Hierzu ist in der Zusammenarbeit mit dem Centre of Handicraft Development Margilan und der Union of Craftsmen Tajikistan, ein Austausch zwischen Designer*innen und BURG-Studierenden geplant, der beidseitig Impulse für die eigene Gestaltung geben soll. Die Sichtbarkeit regionaler Ikats soll zudem durch die gemeinsame Entwicklung einer Kollektion gesteigert werden, die internationale Nachhaltig-keitskriterien erfüllt und die Anknüpfung an überregionale Märkte erleichtert. Ergänzend wird ein digitales Archiv mit dem Fokus auf zentralasiatischen Ikats entstehen, das Wissenschaftler*innen, Gestalter*innen und Sammlungen welt-weit als Recherche- und Arbeitstool dienen und einen Überblick von historischen, wie auch zeitgenössischen Textilien bieten wird. Das Projekt wird von adelphi research gGmbH geleitet. Kooperationpartner sind die Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan, das Centre for Handicraft Development Margilan, die Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan und der Studiengang Textildesign an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle.Das Projekt „RUTSIS – Reviving Uzbekistan and Tajiikistan‘s sustainable Ikat and Silk“ ist Teil des EU „SWITCH-Asia“ -Förderprogrammes.

Standort

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Campus Design, Neuwerk 7
R 318, Lehrklassengebäude
Tel. 0345-7751 888
 

Projektleitung

Prof. Bettina Göttke-Krogmann
krogmann@burg-halle.de
 

Projek-Mitarbeiter*innen an der Burg

Kristin Nebauer
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
nebauer@burg-halle.de
 

Projektpartner

adelphi research gGmbH
Morton Hemkhaus und Alina Ulmer
www.adelphi.de/de

Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan
www.ttp.tj

Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan
www.chamber.uz/en/index

Centre for Handicraft Development Margilan
www.ikatuzcenter.blogspot.com

 

Gefördert durch

Europäische Union
 

Eckdaten

Laufzeit des Projekts: voraussichtlich 09/2020 – 08/2023

 

Standort

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Campus Design, Neuwerk 7
R 318, Lehrklassengebäude
Tel. 0345-7751 888
 

Projektleitung

Prof. Bettina Göttke-Krogmann
krogmann@burg-halle.de
 

Projek-Mitarbeiter*innen an der Burg

Kristin Nebauer
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
nebauer@burg-halle.de
 

Projektpartner

adelphi research gGmbH
Morton Hemkhaus und Alina Ulmer
www.adelphi.de/de

Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan
www.ttp.tj

Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan
www.chamber.uz/en/index

Centre for Handicraft Development Margilan
www.ikatuzcenter.blogspot.com

 

Gefördert durch

Europäische Union
 

Eckdaten

Laufzeit des Projekts: voraussichtlich 09/2020 – 08/2023